Alles was ein Baby braucht

Eine Mutter küsst ihr Baby auf den Haarschopf

    Muttermilch ist die von der Natur vorgesehene Form der Babynahrung. Schon während der Schwangerschaft haben die meisten Frauen eine Vorstellung davon, ob sie ihr Kind stillen oder ihm das Fläschchen geben wollen.

    Vier von fünf Müttern wollen heutzutage ihre Babys stillen. Die Entscheidung für das eine oder andere liegt selbstverständlich ganz bei der werdenden Mutter. Stillen wird sowohl von Hebammen als auch von Ärzten/Ärztinnen wegen der zahlreichen Vorteile, die es nicht zuletzt auch aus medizinischer Sicht nicht nur für das Kind, sondern auch für die Mutter bietet, sehr empfohlen.

    Die erste Milch ist allererste Sahne

    Muttermilch ist die von der Natur vorgesehene Form der Säuglingsernährung und bekanntlich die beste Nahrung für Babys. Sie enthält alles, was ein Baby in den ersten vier bis sechs Lebensmonaten benötigt. Als ‚Kolostrum‘ oder auch Kolostralmilch wird die Vormilch bzw. Erstmilch für das Neugeborene in den ersten 24 bis 72 Lebensstunden bezeichnet.

    Kolostrum enthält alle lebenserhaltenden Immun- und Wachstumsfaktoren, die die Gesundheit und Lebenskraft des Neugeborenen sicherstellen. Dazu gehören u. a. so genannte Immunglobuline, die für die Abwehr von Krankheitserregern sorgen und damit vor Infektionen schützen. Diese lebenswichtigen Immunitäts- und Wachstumsfaktoren bringen den Körper durch Stärkung der Immunabwehr in ein gesundheitliches Gleichgewicht.

    Im Kolostrum ist der Anteil an Immunglobulinen zehnmal höher als in der „reifen“ Muttermilch. Das Kolostrum weist zudem vergleichsweise mehr Proteine, Mineralien und fettlösliche Vitamine auf. Die Muttermilch setzt sich in der optimalen Verfügbarkeit aus Mineralstoffen und Spurenelementen zusammen.

    Hindernisse auf dem Weg zur Milchstraße

    Es gibt einige wenige Gründe, die gegen Stillen sprechen, sodass gleich nach der Geburt das Abstillen eingeleitet wird. Zum Beispiel sollten Frauen, die HIV-positiv sind, Tuberkulose oder Hepatitis C haben oder bestimmte Medikamente einnehmen müssen, nicht stillen. Bei Frauen, die eine Brustoperation hinter sich haben, kann es sein, dass Stillen nicht mehr möglich ist.

    Und wenn sich bei einem Baby eine Laktose-(Milchzucker-)Allergie herausstellt, muss auf eine andere Ernährungsform umgestellt werden. Dagegen spielt die Größe der Brust keine Rolle, und auch Hohl- und Flachwarzen sind kein Stillhindernis.

    Wer nicht stillen kann oder möchte, sollte sich nicht schuldig fühlen oder sich rechtfertigen, sondern zu der Entscheidung stehen. Schuldgefühle bedeuten nur eine weitere Belastung und helfen keinem. Darüber hinaus wachsen und entwickeln sich auch Kinder, die Flaschennahrung erhalten, völlig normal.

    Mütter müssen eisern bleiben

    Alle Mütter jedoch haben eines gemeinsam: Sie brauchen nach der Geburt liebevolle Unterstützung – und Eisen. Der Organismus benötigt das lebenswichtige Spurenelement vor allem zum Aufbau von Hämoglobin, dem Farbstoff der roten Blutkörperchen. Hämoglobin ist für den Sauerstofftransport und damit für die Versorgung aller Körperzellen von entscheidender Bedeutung. Ein weiterer Teil ist als Bestandteil von Enzymen für das Stoffwechselgeschehen unverzichtbar oder wird in den Eisendepots gespeichert.

    Das Neugeborene bekommt bei der Geburt einen Teil des Eisenvorrates mit, der etwa vier Monate reicht. Außerdem wird das Baby über die Muttermilch mit Eisen versorgt, wobei Milch leider generell wenig Eisen enthält. Eisen aus der Muttermilch kann vom Säugling zu 50 % genutzt werden.

    Für die Produktion der Muttermilch werden 0,3 bis 0,6 mg Eisen pro Tag benötigt, die tägliche Eisen-Aufnahme sollte daher mindestens 20 bis 30 mg betragen. Dieser Mehrbedarf kann meist nicht durch die Zufuhr aus der Nahrung gedeckt werden, sondern sollte über Ergänzungspräparate zugeführt werden.

    Nach der Geburt werden die Vorratskammern geplündert

    Eisenmangel gehört zu den häufigsten Mangelerscheinungen in den westlichen Industrienationen. Es wird geschätzt, dass weltweit mehr als die Hälfte aller Schwangeren unter einer Anämie (Blutarmut) leidet. Daher empfiehlt man werdenden Müttern auch in den wohlhabenden Industrieländern routinemäßig die Substitution mit Eisen – nicht jedoch in Deutschland.

    Um die Eisenvorräte, die nach der Geburt meist restlos geleert sind, wieder aufzufüllen, empfiehlt sich daher eine Substitution mit Eisen bzw. Kräuterblutsaft. Das pflanzliche Spezialtonikum ohne Alkohol enthält zweiwertiges Eisen, das besonders gut vom Körper aufgenommen wird und sich durch seine einzigartige Wirkstoffkombination mit zusätzlichen B-Vitaminen, Vitamin C, Fruchtsäften und Arzneikräutern positiv von anderen Eisenpräparaten unterscheidet. Eine richtig dosierte Eisenprophylaxe ist deshalb besonders für die Frauen wichtig, die bereits vor der Konzeption erschöpfte Eisenreserven aufweisen.

    Während der Schwangerschaft und der anschließenden Stillperiode ist außerdem der Jodbedarf erhöht; in dieser Zeit ist eine Jodprophylaxe sinnvoll. Florafit ist ein hochwertiges Multivitamin-Tonikum, das neben den wasserlöslichen Vitaminen B und C und den fettlöslichen Vitaminen A, D und E auch essentielle Spurenelemente und ausgesuchte Kräuter wie Braunalgen enthält, die wertvolle Spurenelemente wie eben Jod liefern.

    geschrieben von: Dr. Astrid Heinl

    Foto: © Tatyana Gladskih – Fotolia.com

    Kategorien: Babys Entwicklung

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